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Dachbegrünung |
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Sumpfpflanzendächer, eine besonders vielseitige innovative Variante der Dachbegrünung Bei einem Sumpfpflanzendach handelt es sich um eine Form der extensiven Dachbegrünung, bei der Sumpfpflanzen flächendeckend auf einem Dach aufgebracht und in Intervallen täglich bewässert werden. Es stehen dabei neben ästhetischen vor allem funktionelle Aspekte im Vordergrund. Anwendungsmöglichkeiten von Sumpfpflanzendächern Sumpfpflanzendächer können als ,,natürliche Klimaanlage“ bezeichnet werden. In warmen Monaten wird durch die Verdunstung des Wassers Wärme aus den darunter liegenden Räumen abgeführt, in den kalten Monaten schützt das Sumpfpflanzendach als zusätzliche Isolation vor zu starker Wärmeabstrahlung.
Sumpfpflanzen sind durch die vor allem im Sommer hochaktive Vegetation
für die Filtration von Schwebstoffen aus der Luft geeignet (trockene
Deposition). Die Stäube lagern sich an der Oberfläche der Vegetationsschicht
an und werden vom Regen zunächst in die Matten eingetragen und zu
einem großen Teil als Pflanzennährstoffe aufgenommen. Aufbau und Prinzip eines Sumpfpflanzendaches
1. Ausgleich von Temperaturamplituden (der Dachhaut, des Gebäudes,
der mikroklimatischen Umgebung) und Kühlung 2. Abflussreduktion von Niederschlägen. 3. Erhöhung der Lebensdauer des Daches durch Temperaturdämpfung und Vermeidung der direkten Einwirkung der UV-Strahlung und dadurch bewirkter verminderter Oberflächenalterung. 4. Ausgleich der Flächenversiegelung (Faktor = 50 %). 5. Drastische Verminderung des (aus fossilen Energiequellen gespeisten) technischen Klimatisierungsbedarfs durch passive Gebäudekühlung. 6. Verbesserung des Mikroklimas und Beitrag zur Vermeidung der sommerlichen Überhitzung städtischer Ballungsräume (hot spots). 7. Filtration von Staubemissionen und anderen Luftschadstoffen. 8. Höhere kurzwellige Strahlungsreflexion gegenüber einem dunklen Bitumendach.
9. Geringe Dachlasten als substratloses Begrünungsverfahren mit lediglich einer textilen Wasserspeichermatte, auf der ausgewählte Sumpfpflanzen vorkultiviert wurden. Dadurch Deckungsgrad der Pflanzen nach einer Vegetationsperiode von 100 %. 10. Gestaltungsoption als begehbare Dachlandschaft (Flachdach) mit hoher ästhetischer Komponente durch die Mannigfaltigkeit der dachuntypischen Sumpfpflanzenarten (aquatische Makrophyten) und der mit ihnen vergesellschafteten Fauna (z. B. Schmetterlinge, Vögel) anstelle von sommerlich verkümmernden Sukkulenten- und Grasdächern. 11. Nutzungsoption als Dachkläranlage für kommunale und industrielle Abwässer (constructed wetlands, reed bed treatment systems, bepflanzte Bodenfilter, Schilfkläranlagen, treatment wetlands) und für das Grauwasserrecycling und die Regenwasserbehandlung. 12. Vollautomatischer Betrieb über Bewässerungscomputer. |
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